modellieren und backen

fingerübungen mit fimo.

Als Fimo auf den Markt kam war meine Patentante eine der Ersten, von der ich eine Fimobastelei sah. In 4 runden Rahmen hat sie die vier Jahreszeiten mit einem Baum abgebildet. Ich fand es schön und toll - aber doch nicht ganz so spannendend, als dass ich es ausprobieren wollte. Wäre auch die Frage gewesen, ob ich es in meine Kinderhände gekriegt hatte ;-)

Eines Tages hab ich dann nicht wiederstehen können und bei einer Aktion in einem Bastelladen ein paar Blöcke gekauft. Zusammen mit Kindern und meiner Pastamaschine wurde das Material angetestet. Es endete in einem Haufen Fimobröckeleien, die zur einer Seifenschale verarbeitet wurden und während die Kids dann schon Schäfchen zählten habe ich meine allererste Figur gemacht - meinen kleinen Maniküre-Frosch, der heute noch im Badezimmer steht. Keine Schönheit - aber eine lustige Erinnerung an diesen Tag - und immer noch äusserst praktisch;-)

Nun denn - ich hab ende 2018 wieder begonnen mit Fimo zu spielen und hier sind die ersten Übungen;-) Eigentlich sind sämtliche Beispiele noch Werke einer Aufwärmübung, da ich noch die Grenzen des Materials suche und verschiedenen Techniken ausprobiere. 

Experiment #5 Baymax

Eigentlich nur eine kleine Fingerübung während der Wartezeit. Das kleine Schaf war gerade im Ofen und ich hatte noch etwas schmutzige Reste von Fimo in einem Tupper rumliegen. Also wurde ein kleiner Baymax für den Setzkasten draus ;-) In dem rustikal alten und echt antikem Teil passt ein bisschen "Dreck" im Fimo ;-)

Auf jeden Fall hab ich bei der Übung entdeckt, dass wenn man gaaaaaaanz feine Stränge ausrollt, der Fimo irgendwann einfach in seine Einzelteile zerbröckelt. Hab es zuerste in bisschen zu gut gemeint mit dem Ausrollen für den "Mund".

Experiment #4 Schwarznasenschaf

Solche Dinge passieren, wenn man einen Schwarznasenschaf-Fan zuhause hat und im Fernseher wirklich absolut nichts schlaues läuft. Bei dieser Figur hab ich die Grenzen des Backens gesucht ;-) Sprich ich wollte wissen, wie oft ich ein Objekt backen kann, bis das Material mit einer Retourkutsche kommt und bricht, weil es spröde wird.

Der Kopf wurde einzeln gebacken, dann kam der Körper mit Alukern dran, beim nächsten Mal die Beine, dann die Zotteln um die Füsse, bei einem weiteren Backgang die schwarzen Kügelchen, die nächste Runde waren die Haarzotteln auf dem Kopf ...dann auf der Brust.... und um den Körper herum wiederum mehrere Backgänge... ich bin noch nicht ganz fertig...aber noch ist nichts spröde... 

Den Hauptkern, sprich den schwarzen Körperaufbau habe ich bei 110°C, 30 Minuten lang gebacken - den Rest dann nur noch bei derselben Temperatur 20 Minuten lang. Bin gespannt wie das Material aussieht wenn ich ein Dutzend Backgänge durch habe...

Experiment #3 Frogie

Eines Tages habe ich entdeckt, dass es die Möglichkeit gibt, Fimofiguren einen Alukern zu verpassen. Damit spart man vom Fimo und die Figur wird nicht so schwer. 

Also habe ich eine Fingerübung für diese Technik gemacht. Ich hatte ursprünglich Angst, dass die Ummantelung des Alukerns während des Backens Risse bekommt, weil Fimo während des Backvorganges ein bisschen schrumpft. Ich hatte die Alukugel ordentlich zusammengedrückt und kaum eine "Knautschzone" zugelassen. Daher war es umso erfreulicher, dass die grüne Kugel ohne Risse aus dem Ofen kam.

 

Weil einfach so eine nackige grüne Fimokugel etwas wirklich langweiliges ist, habe ich daraus eine kleine Froschdame gemacht. Und eine Lektion dazugelernt: Versuche nie mehr wieder Wimpern aus Fimo zu machen, der Glitter enthält. Da war die reinste Friemelarbeit. Und beim Umzug wurde die Dame von Hand von A nach B gebracht, dass auch ja keine Wimper abbricht :D

Experiment #2 Himbeeren

Die Himbeeren waren wirklich nur ein "Technik-Experiment". Es ging mir dabei nur darum mal etwas feiner zu arbeiten und zu gucken wie mir der Aufbau solcher Beeren gelingt. Im Moment habe ich noch keine Idee, wo die Beeren ihren Einsatz haben werden - aber bei dem einen oder anderen Bastelprojekt werden sie bestimmt ihren Platz finden.

Der Aufbau der Beeren ist einfach. Eine kleine Fimokugel wird auf einen Zahnstocher gesteckt. Danach werden viele weitere kleine Kügelchen geformt, welche man auf der Basiskugel rund herum anbringt. 

Ganz zum Schluss kommen die Blätter dran. Zum Backen habe ich die Zahnstocher-Beeren kurzerhand in eine kleine Flasche mit Gartensand gesteckt und so im Backofen gebacken.  Ich war mir nicht sicher, ob Styropor die 110°C aushalten würde und wollte auf nummer sicher gehen. Hat prima geklappt und ich habe eine Technik mehr, die ich kenne.

Experiment #1- Fliegenpilz

Ich möchte gerne in der einen Ecke vom Balkon einen kleinen, feinen Kräutergarten gestalten. Noch bin ich in der Entwurfsphase und vorallem kämpfe ich noch mit dem "Aufbau" bezüglich Hasensicherheit - oder besser Kräutersicherheit. Denn die Hasen sind nicht nur übelst verfressen und vertilgen ohne Wimpernzucken einen ganzen Salbeistrauch binnen Minuten, sondern sie mutieren manchmal auch zu wagemutigen Klettermaxen oder wetzen gerne ihre Zähne an Holzpflöcken. Sprich ich bin noch auf der Suche nach einem schlauen Pflanztisch mit Metallbeinen, der meinen Ansprüchen gerecht wird. 

ABER ich arbeite bereits an der Deko!!! Der kleine Fliegenpilz hier ist der erste von drei Stück, die ich gemacht habe. Als "Erstlingswerk" nach sovielen Jahren bin ich eigentlich ganz zufrieden damit. Damit ich die Pilze sicher in die Erde stecken kann, habe ich alle auf Kupferdraht gesteckt. 

Ich muss mir nur noch einen UV-Mattlack besorgen, damit die Haltbarkeit der kleinen "Rotkäppchen" auch gewährleistet ist.

Der Urfrosch ;-)

Hier noch meine allererste Fimofigur, welche ich in der Einleitung erwähnt habe ;-)