Verpixeltes Bonsai-Tetris

Tinyhouse-Kreativchaotin am "Reissbrett" ;-) Jetzt geht es ans Schieben, Stapeln und Verstauen. Wie war das? Die Glühbirne braucht wie viele Versuche, um Herauszufinden, was nicht geht? Zum Glück sind Grafikprogramme geduldig und Speicherplatz heute kein Thema mehr. Das Tinyhouse nimmt noch keine Gestalt an – aktuell geht es um die Machbarkeit. Ich spiele mit den Tinyhouselängen, -Breiten und "Loft"-Höhen. Beinahe wie Tetris - mal schauen bis in welches "Level" ich es schaffe ;-)

Screenshot Tinyhouse Puppenhaus

Tinyhouse-Dimensionen

Wie bereits erwähnt arbeite ich bei meiner "Machbarkeitsstudie" aktuell mit 2 Breiten. 2,55 m sind ohne spezielle Aufwände vom Strassenverkehrsgesetz her akzeptiert - 3 m benötigen gemäss meinen aktuellen Rechercheseiten eine Zusatzbewilligung (das konnte mir der nette Herr vom Strassenverkehrsamt, der meinen Führerschein mit der "Anhängerfrage" geprüft hat nicht bestätigen – er meinte über 2,55 m geht nicht). Sprich das muss ich noch genauer klären. Daher arbeite ich schon mal daran, mit auch mit der schmaleren Version anzufreunden, welche dann ein Innenmass von 2,25 m ergibt, wenn ich die Aussenwände abziehe. Die angenommene 15 cm Wanddicke sind nicht bestätigt, sondern eine persönliche "Daumen x pi" Annahme. Ein normales "dänisches" Fenster benötigt ca. 11-13 cm Einbautiefe. Das würde soweit auch passen.


Zur Tinyhouse-Höhe nehme ich aktuell ebenfalls einen Wert an. Bei einer Gesamthöhe von maximal 4 m inklusive Anhänger – also vom Boden bis zur Dachspitze – ziehe ich also Totaloptimistin einfach mal 90 cm ab. Tiefergelegte Anhänger erlauben den "Aufbaustart" knapp unter 50 cm. Aber ich benötige Raum für den Fussboden und das Dach. Fussboden & Dach benötigen Isolation. Ich habe auf dem Dach keine Terrasse geplant, also benötige ich jetzt nicht den ultrastarken Dachbalken. Trotzdem kommt das Blechdach, Isolation und Innenverkleidung dazu. Gemäss meinen aktuellen Recherchen brauche ich bei einem Flachdach trotzdem eine minimale Neigung, damit das Regenwasser gut abläuft – das spielt ebenfalls in die Raumhöhe rein. Ein Dachfenster – was ich ja unbedingt möchte – benötigt ebenfalls eine Einbautiefe von ca. 9 - 15 cm (je nach Modell und Öffnungsmechanik). Wenn man eine aussenliegende Jalousie als Sonnen- und Lichtschutz haben möchte fallen zusätzlich ein paar Zentimeter über dem Dach an. Würde ich persönlich nicht machen, wegen der "Schneeräumung". Durch die minimale Neigung des Daches, wird allfälliger Schnee nicht beim ersten sonnigen Tag vom Dach flutschen. Die Schneelast könnte die aussenliegende Jalousie beschädigen.


Und dann denke ich an die Situation, wenn man unter einer Brücke durch muss, wo die 400 cm Millimeter genau sind und mittendrin auf der Strasse eine Bodenwelle, hab ich kein Bock darauf, erst Luft aus den Anhängerreifen zu lassen, damit es keine Kratzer gibt. Sprich bei meiner Planung versuche ich die paar cm, die ich bei der Kalkulation zuviel gemessen habe, an der maximal möglichen Höhe als Reserve einzusparen.


Daher meine grob geschätzte Kalkulation:

  • Aufbauhöhe Kante Anhänger: 50 cm

  • Fussboden inklusive Isolation/ Leitungen und Verblendung/Belag : 20 cm

  • Dach inklusive Isolation, Dachfenster : 20 cm

Diese Kalkulationen der Raum- und Wandmasse wurden bis dato von keinem Spezialisten bestätigt. Vielleicht liege ich auch total falsch und habe mich verkalkuliert. Aber ich denke für den ersten Wurf bezüglich "Machbarkeits-Studie" reichen diese Schätzungen aus. Um zusätzlich Innenraum zu "schonen" plane ich, dass sich die Fenster nach Aussen öffnen oder Schiebefenster sind. Bei der Eingangstüre hätte ich gerne eine horizontal Halbierte. So wie bei einer alten Pferdeboxe. Die Breite von 90 -100 cm ist grosszügig bemessen - aber ich denke, dass das unglaublich hilfreich sein wird, wenn man z.B. eine 81 cm breite kleine Badewanne oder andere sperrige Teile reinstellen will ;-)



Alles eine Frage der Technik

Ja, da war doch was. Neben den bereits erwähnten Leitungen benötigt die "Haustechnik" ebenfalls ein bisschen Platz. Damit ich nicht alles im knapp bemessenen Innenraum unterbringen muss, habe ich mir einen verschliessbaren Aussenschrank für die Filteranlage, Durchlauferhitzer und Gasflaschen überlegt (keine Ahnung was die Sicherheitsvorschriften dazu sagen!). Ich denke jetzt mal der Sicherungskasten für die Elektrik wird sich auch im Haus unterbringen lassen.


Wenn ich auch mal ein paar Tage ohne "Zapfsäule" für Strom und Wasser auskommen möchte, benötige ich Platz für Frisch- und Grauwassertanks. Einen Schwarzwassertank benötige ich nicht, da ich an eine Komposttoilette denke, was mir viel Wasser spart, aber bezüglich Geruchs-Absorption, ein Ventilator zur Geruchs-Absorption sinnvoll ist (Batterie oder Strom).


Bei vielen Tinyhouses sieht man, dass die Küche und die Toilette oft neben einander liegen. Das ist eigentlich nicht so appetitlich. Ich frage mich ob der Grund die Länge der Leitungen (Gewicht & Platz) und die Leistung der Wasserpumpe (Stromverbrauch) da eine Rolle gespielt hat bei der Planung. Genauso wie die Positionierung der Wassertanks. Könnten Fachleute bestimmt beantworten.


Ich habe von Haustechnik null Ahnung – da lass ich auch die Finger von – aber es wäre ärgerlich, wenn ich nicht bereits "Pufferzonen" einplane und dann im Nachhinein nochmals den ganzen Plan auf den Kopf stellen müsste, weil es sonst nicht machbar ist.


Ebenfalls Platz würden Auto- oder Gel-Batterien (vom Solarpanel) oder Stromgenerator, benötigten. Ich hätte auf jeden Fall gerne einen "Hybrid". So dass die Technik auf dem Campingplatz angezapft werden kann, wie auch, dass es auch mal ohne geht. Ich denke das wird vor allem bei der Wahl Küchengeräten eine ziemliche Herausforderung. Auch die Heizung habe ich noch null Plan. Wärmepumpe (Luft) oder doch mit Gas oder Holz?


Bezüglich Strom, werde ich wohl auch in den Machbarkeitsplan aufnehmen, wo Licht (LED) und Steckdosen/Schalter sinnvoll wären.


Color-Code & Massstab für das "Puppenhaus"

Um irgendwie halbwegs bei der Planung die Übersicht zu haben, verwende ich einen Color-Code. Die brauchbare Fläche ist hellbraun, die Aussenwände dunkelbraun. Innenwände orange, bestehende Möbel die rein sollen in die Planung in gelb-grün, Stauraum in Pink (geht ja nicht ohne bei mir), Lofts haben einen hellblauen Boden etc. sämtliche neuen Möbel und Ausbauten sind in Grautönen.


Beim Massstab habe ich es mir einfach gemacht: 1mm = 1 cm. Das ist nicht nur bei der Umrechnung praktisch, sondern man kann gleich mit denselben Massen mit Karton ein überschaubares 3D-Modell basteln, falls irgendwann mal der Punkt dafür kommt. Ich denke spätestens beim "Fenster-Puzzeln" könnte es hilfreich sein, da ich nicht über ein 3D Tool verfüge.


Wenn ich die Masse von möglichen Einrichtungselementen nicht kenne, suche ich mir einfach welche raus und lege den Link in einem Textfile ab. Das müssen ja nicht die finalen Geräte sein, aber damit hat man eine Idee – vor allem bei der Haustechnik Stichwort Wassertankgrössen.


...Lessons learned

Wie man oben im Bild unschwer erkennen kann, bin ich bereits etwas am Schiebe, Schichten und Planen. Woran ich immer wieder scheitere ist die Raumhöhe. Sprich wo sollte man entspannt stehen können wie z.b beim Kochen und Duschen und wo reicht auch weniger Sofa, Schlafzimmer ggf. Büro / Bastelecke. Einmal hatte ich den "perfekten" Plan und habe die Türe vergessen, als ich endlich einen Platz dafür hatte, hab ich bemerkt, dass ich diese unter einer Loft mit 150 cm Raumhöhe positioniert habe ;-)


Aber wir hatten es ja bereits von der Glühbirne ;-)