JAHRESZEIT FRÜHSOMMER

bye bye ihr Eisheiligen!

So - endlich sind die Eisheiligen durch und die Gefahr für bitterkalte Nächte mit Bodenfrost und anderen Bibberdingen durch. Schneien sollte es erst wieder gegen Ende Jahr kommen - obwohl... man weiss ja nie ;-) Jetzt geht auf dem Balkon die Giesskannenschlepperei so richtig los und glücklich ist, wer draussen einen Wasseranschluss hat oder in der Wohnung einen Wasserhahn wo sich dank Kupplung ein Schlauch andocken lässt. Aktuell gehöre ich zu den Giesskannenschleppern - aber ich hab ja eh zuwenig Bewegung ;-)

Arbeiten im Frühsommer

  • Wetter gut im Auge behalten, respektive die Pflanzen von wegen Wasserbedarf - es wird jetzt viel mehr gebraucht, weil alles treibt. 
     

  • Unkraut zupfen - diese Arbeit bleibt uns bis zum Jahresende treu erhalten.
     

  • Aussaat direkt in die Töpfe draussen.  Vorgekeimte Pflanzen pikieren und/oder auslichten.
     

  • Pflanzen vermehren  - egal ob Kopfstecklinge, Wasserwurzler, Ballentrenner oder Absenker - jetzt kann man von Pflanzen, die eine Verjüngung benötigen oder man einfach mehr haben möchte ohne zu kaufen, gut für "Nachwuchs" sorgen
     

  • Erdbeeren - mit Stroh unterlegen und allfällige Ableger wegknipsen. Sonst investiert die Pflanze zuviel Kraft in den Ableger, statt in die Bildung von Blüten und Früchten. 
     

  • Tomaten - die Tomatenstöcke können jetzt dauerhaft rausgestellt werden.  Bitte das Ausgeizen nicht vergessen. Die Tomate nimmt als Starkzehrer auch gerne mal etwas Gemüsedünger und Kalzium - damit die Früchte keine unschöne braune Stellen bekommen. Ich gebe beim Pflanzen in die Mulde immer einen Teelöffel Epsomsalz mit.
     

  • Wildtriebe entfernen - Bei veredelten Rosen, Weiden und anderen Pflanzen darauf achten, dass Wildtriebe möglichst rasch zurück geschnitten werden. Andernfalls übernehmen diese das Kommando und hemmen den Wuchs des "edlen" Teils.
     

  • Pilze - nein, nicht die leckeren Essbaren - die doofen pelzigen auf Pflanzenblättern wie falscher Mehltau, echter Mehltau und Konsorte legen je nach Wetter jetzt so richtig los. Befallene Pflanzenteile entfernen und entsorgen - den Rest der Pflanze entsprechend behandeln. 
     

  • Ameisen - ja, die können auch im Balkon in Töpfen ganz schön was anstellen. Und sie lieben Blattläuse, respektive diese für denen süssen Saft zu melken. Am besten versucht man beide loszuwerden (siehe  Schädlinge und Nützlinge). Gegen Ameisen gibt es gute Hausmittelchen und Konterpflanzen wie Lavendel oder sonst stark duftende Pflanzen. Das fiese Gift sollte nach Möglichkeit vermieden werden.
     

  • Ernten nicht vergessen! Es geht los mit dem Ertrag aus den Töpfen - auch Balkonernten können ganz schön was hergeben. Am besten konsumiert man alles frisch - aber man sollte auch einen Plan haben, was man mit dem Rest macht. Sei es einfrieren, trocknen, einlegen, einkochen etc. Mit den Kräutern kann man zum Beispiel ein Jahreskräutersalz machen, was auch ein tolles Gastgeschenk ist.
     

  • Schädlinge kontrollieren - mittlerweile kreucht und fleucht es in allen Ecken. Sobald Nützlinge auftauchen noch vorsichtiger werden mit der Bekämpfung. Die Nützlinge brauchen ja was zu futtern, sonst ziehen die in den nächsten Garten um - was wir nicht wollen. Gegen Läuse den Knoblauchsud oder mit Neem-Öl arbeiten. Bei den verhassten Dickmaulrüssler hilft es Fadenwürmer zu kaufen und mit dem Giesswasser in die betroffenen Töpfe zu bringen. Die Nematoden "greifen" die Larven an. Achtung! Es gibt im Handel 2 Arten von Nematoden. Die einen für die kühleren Temperaturen und jene für höhere. Darauf achten, dass man die richtigen erwischt. Falls Marienkäferlarven gegen die Läuse gekauft werden - bitte darauf achten, dass ihr einheimische Marienkäferlarven nehmt.
     

  • Nützlinge anlocken - natürlich sollten auch Gelegenheiten zum Nisten geboten werden, sprich entsprechend ausgestattete Insektenhotels.
     

  • Pflanzenschutz - die Pflanzen mit zum Beispiel Schachtelhalmextrakt in ihrer Wachstumsphase optimal unterstützen. Wo trotzdem was auftaucht erst eine "harmlose" Variante bezüglich Bekämpfung von Mehltau etc versuchen und die Chemiekeule nur auspacken, wenn es nicht anders geht und wenn möglich MIttel nehmen, welche bienenverträglich sind. Gegen Mehltau habe ich gute Erfahrungen mit dem Aufspritzen einer Milch-Wasser-Lösung.
     

  • Düngen - jetzt kann man beim Giesswasser auch Dünger zugeben, oder Langzeitdünger in die Erde einarbeiten - wo es noch nicht gemacht ist. Bei Töpfen, welche frisch mit neuer Erde bepflanzt wurden ist eine Düngung nur bei Starkzehrern wirklich nötig. Bitte beachtet, dass nicht alle Pflanzen die selbe Zusammenstellung an Dünger benötigen. Zitrusgewächse oder Hortensien zum Beispiel benötigen einen anderen Dünger wie Tomaten oder Rosen ;-)